Kartentausch startet auch in Ingolstadt

Ab sofort gibt es auch in Ingolstadt den Kartentausch. Jeden Mittwoch können Asylsuchende, die von der diskriminierenden Bezahlkarte betroffen sind, Gutscheine von Aldi, EDEKA, REWE, Lidl oder dm zwischen 16 und 18 Uhr im Parteibüro der Linken (Am Bachl 16) gegen Bargeld eintauschen. Von 17:30 bis 18:30 Uhr sind alle Menschen, die ihre Solidarität zeigen wollen, aufgerufen, die Gutscheine abzuholen und gegen ihr Bargeld einzutauschen. Das Prinzip ist also ganz einfach: Geflüchtete mit Bezahlkarte bringen Einkaufsgutscheine und erhalten Bargeld, alle anderen bringen Bargeld und erhalten Einkaufsgutscheine im selben Wert.

Wir rufen alle Menschen auf, sich am Kartentausch zu beteiligen und der Diskriminierung von Geflüchteten praktische Solidarität entgegenzusetzen. Wer den Kartentausch auch organisatorisch unterstützen möchte, kann sich gerne bei uns unter inisozialefrage@riseup.net melden.

    

Hêza – Film- und Barabend

Fünf junge Menschen, die an einer Delegationsreise nach Şengal im Nordirak teilnehmen wollten, sind am Dienstag den 30. Juli von der Bundespolizei am Flughafen München aufgehalten worden.

Im Interesse der deutschen Außenpolitik wurde eine 30-tägige Ausreisesperre verhängt.

Zur Erinnerung an das Massaker, das am 3. August 2014 durch den IS (Daesh) an der Bevölkerung , besonders den Frauen verübt wurde, lud der Rat der Jesid*innen zu Gedenkveranstaltungen zum 10. Jahrestag ein.

Wir wollen am Freitag den 29. November den Film Hêza zeigen, um mit einem anschließenden Barabend Geld für die Fünf zu sammeln, die am Flughafen München aufgehalten und mit einer 30- tägigen Ausreisesperre belegt wurden.

Die entstandenen Kosten z.B. durch ausgefallene Flüge wollen wir nicht auf den Genoss*innen sitzen lassen!

Der Dokumentarfilm „Hêza“ von Derya Deniz erzählt die Geschichte der Ezidin Suad Murad Xelef (Hêza), die zusammen mit 25 Mitgliedern ihrer Familie beim IS-Genozid vom 3. August 2014 verschleppt wurde. Ihr gelingt, zu fliehen und zu einer Kommandantin der YJŞ (Fraueneinheiten Şengals) zu werden.
Als Kommandantin ist sie an der Befreiung der Hauptstadt des selbsternannten IS-Kalifats Raqqa beteiligt.

Der Filmabend beginnt um 18:00 Uhr, im Anschluss findet der Barabend statt.

Für Essen und Getränke ist gesorgt.

Rede des OAT auf der Kundgebung am Gillamoos

In den letzten Jahren haben die Parteien, die heute auf dem Gillamoos ihre Veranstaltungen abhalten, eindeutig gezeigt, welche Positionen sie eigentlich vertreten und wo sie stehen. Die AfD zeigt sowohl  im jetzigen Wahlkampf sowie mit den seit Jahren bekannten Aussagen ihrer Mitglieder*innen und nicht zuletzt mit dem Treffen, welches Anfang des Jahres eine Welle des Protestes und der Empörung auslöste, wie menschenfeindlich ihre Positionen wirklich sind. Doch auch in den anderen etablierten Parteien findet sich diese Menschenfeindlichkeit wieder. Wenn unser Bundesminister für Arbeit und Soziales von der SPD gegen Arbeitslose hetzt, obwohl gerade er etwas an den Umständen ändern könnte. Wenn die Bundesregierung aktiv daran arbeitet, an den europäischen Grenzen Lager aufzustellen, in denen Geflüchtete auf unbestimmte Zeit festgehalten werden können und der Vorsitzende der CDU Friedrich Merz immer wieder Lügen über Geflüchtete verbreitet, die bereits mehrmals widerlegt wurden. Gleichzeitig wollen sowohl Merz als auch Führungskräfte der CDU im Bund und in den Ländern nicht ausschließen, in den Bundesländern mit der AfD, einer Partei, die als rechtsextremer und verfassungsfeindlicher Verdachtsfall geführt wird, zusammenzuarbeiten.

Wenn man all das betrachtet, wird klar, welche menschenfeindlichen Positionen die etablierten Parteien vertreten. Es ist Zeit, zu erkennen, dass Menschenfeindlichkeit und rechtes Gedankengut nicht nur in der AfD zu finden sind, sondern eben auch in sämtlichen anderen Parteien. Stellen wir uns diesem Rechtsruck zusammen entgegen.

Die Sparmaßnahmen der Stadt Ingolstadt – im Gespräch mit Stadtrat Roland Meier

Vortrag & Diskussion: Bezahlkarte und Arbeitspflicht. Soziale Repression gegen Geflohene solidarisch bekämpfen

Getrieben von der Hetze der AfD entwickeln die bürgerlichen Parteien immer mehr Instrumente, um Asylsuchende zu kontrollieren und unter Druck zu setzen. Seit diesem Monat erhalten auch in Ingolstadt Asylsuchende ihre (ohnehin gegenüber EU-Bürger*innen reduzierten) Leistungen über die neue Bezahlkarte, die zahlreiche Einschränkungen im täglichen Leben mit sich bringt. In anderen Städten gibt es bereits Solidarätsstrukturen, um die gravierendsten Folgen abzufedern. Wir wollen uns daher damit auseinandersetzen, was die Bezahlkarte ist und wie wir auch in Ingolstadt eine solidarische Praxis mit den Betroffenen entwickeln können.
Darüber hinaus werden die Referent*innen auch auf die verpflichtenden 80ct-Jobs für Asylsuchende und den Job-Turbo für Menschen aus der Ukraine eingehen. Denn all diese Maßnahmen sind Ergebnis eines zunehmend von Rassismus und Klassismus geprägten gesellschaftlichen Klimas.

Raus zum 1.Mai

Am 1.Mai gibt es in Ingolstadt eine revolutionäre Kundgebung am Stadteiltreff Piusviertel,  Beginn ist um 13:00Uhr